Monatsarchiv für März 2010
Sölden 2010 – Kälter geht immer…
Gestärkt vom Abendessen ist es nun an der Zeit eine kleine Ruhepause einzulegen, die ideale Gelegenheit euch ein kurzes Resümee des heutigen Tages zu bloggen.
Falls ihr unsere Überschriften fleißig mitlest, könnt ihr euch denken, was jetzt kommt. In diesem Sinne muss ich auch mein gestriges Kommentar über frostfröhliche Temperaturen revidieren. Der heutige Tag sollte den gestrigen noch um einige Grade in den Schatten stellen. Mit beschaulichen -18,4 Grad Celsius machten wir uns heute auf, die Gipfel des Ötztals zu stürmen.
Unsere tiefgefrorenen Nasen hatten uns schon frühzeitig gewarnt, aber in unserem jugendlichen Heißsporn gab es mal wieder kein Halten und so galt unser erstes Ziel an diesem Tag die Gletscherbefahrung.
Der Weg dorthin ist etwas mühselig, da man einige Male umsteigen muss ohne dabei eine Abfahrt mitnehmen zu können, so dass unser Eifer relativ schnell einen Dämpfer erhielt. Dazu kam, dass bereits am Rettenbachjoch (3014 m) ein eisiger Wind herrschte (liegt zwischen den beiden Gletschern), was dazu führte, dass wir beschlossen hier auszusteigen und wieder Richtung Tal zu schwingen.
Eine weise Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Auf der Rückfahrt ging es Björn zunehmend schlechter, so dass wir am Giggijoch angekommen, zum ersten Mal die Gondel ins Tal nahmen und auf die Abfahrt verzichteten. Nach einer heißen Dusche, einer Haube Schlaf und einer deftigen Portion Reis mit Putenfleisch und Gemüse geht es ihm inzwischen wieder besser, wahrscheinlich haben wir es am gestrigen Tag etwas übertrieben, so dass sich nun sein noch etwas angeschlagener Körper zu Wort meldete und eine Ruhepause einforderte.
Dementsprechend werden wir sehen, wie es morgen weitergeht, auf jeden Fall entspannt. Gehabt euch wohl,
bis zum nächsten Eintrag.
P.S. falls ihr euch über das Foto mit der durchaus eigenwilligen Brückenkonstruktion wundert, wir wollten euch einfach nicht vorenthalten, welche Abenteuer und Gefahren wir auf uns nehmen, um zur Seilbahn zu gelangen.
Sölden 2010 – Endlich kann es losgehen…
Der dritte Tag hier in Sölden liegt fast hinter uns, so dass es nun an der Zeit ist, euch endlich ein paar interessante Eindrücke zu schildern.
Heute war absolutes Kaiserwetter, kein Wölkchen am Himmel und eine (zumindest im Tal) richtig wärmende Sonne. Ihr merkt, uns konnte nichts im Tal halten, so dass wir pünktlich um 11 Uhr am Lift standen und uns mit den restlichen Fahrwütigen in Rchtung Berg auf den Weg machten, per Seilbahn versteht sich.
Oben angekommen auf dem Giggijoch (2284 m), galt es den ersten Wehrmutstropfen zu schlucken, viel zu viele andere Wintersportler und durchaus Frostfröhliche Temperaturen (-13,8 Grad Celsius). Als erfahrene Söldenurlauber war uns sofort klar, die Temperaturen darf man nicht so eng sehen, denn es gibt ja kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung. Was die anderen Wedler und Brettchenfahrer angeht, gab es für uns nur eine Lösung:
so schnell wie möglich weg vom Giggijoch. Also rauf auf den nächsten Buckel und dann Richtung Gaislachkogel.
Ab hier gab es dann kein Halten mehr, jede Piste war unsere, ob elegant mit vereinzelten Schwüngen durchsetzt oder (zunehmend gegen Ende) einfach Schuss in Richtung Tal, ein Test, was das Material so hergibt. Keine Panik, wir sind mit allen Gliedmaßen an den für sie vorgesehenen Stellen unten angekommen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause werden wir heute abend ins Dorf gehen, um noch etwas Hackfkleischzu besorgen, denn zu einem richtigen Skiurlaub gehört eine kräftige Portion selbstgemachte Spaghetti Bolognese einfach dazu. In diesem Sinne euch allen einen guten Hunger und bis morgen.
PS: Björn wollte unbedingt noch dokumentieren, wie ein Rennen zwischen einem Audio und einem Vogel aus geht…
Sölden 2010 – Die Horror Anreise
12 Stunden für 500km….
