Tag 6 in Fiss: Die 3 Promille Grenze überschritten
Heute war ein äußerst erfolgreicher Tag für uns Wanderwütige. Nachdem wir gefrühstückt hatten, ging es wie immer darum, spontan zu entscheiden, für was Tag 6 her halten sollte. Schnell wurde der Entschluss gefasst etwas noch nicht dagewesenes zu wagen. Ja, ihr habt richtig gelesen die 3 Promille Grenze musste heute dran glauben. Für alle diejenigen unter euch, die uns jetzt zu prosten und sich fragen, wie ich (Miri) wohl mit 3 Promille ohne Krankenhausaufenthalt den Tag überstanden haben sollte, kann ich entwarnen. Denn, nein, wir haben uns nicht dermaßen die Kante gegeben, so dass eine Alkoholvergiftgung vorprogrammiert gewesen wäre, sondern wir haben einen 3 Tausender erklommen. Für uns Hobbywanderer war das eine kleine Herausforderung, zumal Björn und ich, uns ja wie gesagt eher spontan dazu entschlossen diese Tour heute anzugehen.
Insgesamt können wir aber als Fazit festhalten: einfach genial (Björns Kommentar war übrigens, als ich ihn fragte, was er als Fazit gerne aufschreiben möchte: “global warming sucks”). Ehrlich gesagt, kann ich mich dieser Meinung nur anschließen, da ich es an manchen Stellen der Tour ziemlich uncool fand, dass der Schnee so vor sich hinschmolz und mir somit den Halt unter den Füßen entzog. Falls der Eine oder Andere von euch jetzt trotzdem Lust bekommen haben sollte diese Tour auch einmal zu bestreiten noch folgende Tipps: zieht euch warm an, denn 3004 m sind nunmal 3004 m und somit ziemlich oft unter der Null Grad Grenze; seid Trittsicher, der Schnee kann nämlich leider nicht nur schmelzen, sondern auch gefrieren; freut euch auf eine fantastische Aussicht, die für alle Strapazen entlohnt und nehmt euch Zeit mit, um den abwechslungsreichen Aufstieg zu genießen. Hier können wir euch als nun erfahrene 3 Tausender-erfolgreich-Begeher noch mitgeben: die Angaben auf den Wegweisern sind oft verwirrend. Zum Einen stimmen die Markierungen der Routen bezüglich ihres Schwierigkeitsgrades nicht immer hunderprozentig überein und zum Anderen sind die Zeitangaben von anscheinend sehr unterschiedlichen Wanderern vergeben worden. Wir haben für die gesamte Route heute 4 Stunden gebraucht (auf dem Wegweiser stand 3 Stunden für eine Strecke), aber waren ja auch schon etwas geübt, denn knapp 700 Höhenmeter in 2 Stunden mag sicherlich nicht jeder überwinden.
Und hier wie immer ein paar Impressionen…

