Monatsarchiv für September 2008

 
 

Tag 6 in Fiss: Die 3 Promille Grenze überschritten

Heute war ein äußerst erfolgreicher Tag für uns Wanderwütige. Nachdem wir gefrühstückt hatten, ging es wie immer darum, spontan zu entscheiden, für was Tag 6 her halten sollte. Schnell wurde der Entschluss gefasst etwas noch nicht dagewesenes zu wagen. Ja, ihr habt richtig gelesen die 3 Promille Grenze musste heute dran glauben. Für alle diejenigen unter euch, die uns jetzt zu prosten und sich fragen, wie ich (Miri) wohl mit 3 Promille ohne Krankenhausaufenthalt den Tag überstanden haben sollte, kann ich entwarnen. Denn, nein, wir haben uns nicht dermaßen die Kante gegeben, so dass eine Alkoholvergiftgung vorprogrammiert gewesen wäre, sondern wir haben einen 3 Tausender erklommen. Für uns Hobbywanderer war das eine kleine Herausforderung, zumal Björn und ich, uns ja wie gesagt eher spontan dazu entschlossen diese Tour heute anzugehen.

Insgesamt können wir aber als Fazit festhalten: einfach genial (Björns Kommentar war übrigens, als ich ihn fragte, was er als Fazit gerne aufschreiben möchte: “global warming sucks”). Ehrlich gesagt, kann ich mich dieser Meinung nur anschließen, da ich es an manchen Stellen der Tour ziemlich uncool fand, dass der Schnee so vor sich hinschmolz und mir somit den Halt unter den Füßen entzog. Falls der Eine oder Andere von euch jetzt trotzdem Lust bekommen haben sollte diese Tour auch einmal zu bestreiten noch folgende Tipps: zieht euch warm an, denn 3004 m sind  nunmal 3004 m und somit ziemlich oft unter der Null Grad Grenze; seid Trittsicher, der Schnee kann nämlich leider nicht nur schmelzen, sondern auch gefrieren; freut euch auf eine fantastische Aussicht, die für alle Strapazen entlohnt und nehmt euch Zeit mit, um den abwechslungsreichen Aufstieg zu genießen. Hier können wir euch als nun erfahrene 3 Tausender-erfolgreich-Begeher noch mitgeben: die Angaben auf den Wegweisern sind oft verwirrend. Zum Einen stimmen die Markierungen der Routen bezüglich ihres Schwierigkeitsgrades nicht immer hunderprozentig überein und zum Anderen sind die Zeitangaben von anscheinend sehr unterschiedlichen Wanderern vergeben worden. Wir haben für die gesamte Route heute 4 Stunden gebraucht (auf dem Wegweiser stand 3 Stunden für eine Strecke), aber waren ja auch schon etwas geübt, denn knapp 700 Höhenmeter in 2 Stunden mag sicherlich nicht jeder überwinden.

Und hier wie immer ein paar Impressionen…

Tag 5 in Fiss: Der Berg ruft

Wenn ein Berg oberer Sattelkopf heißt, stelle ich mir oft die Frage, wer sich diesen Namen ausgedacht hat. Vor allem, da er sich in guter Gesellschaft mit Bergbezeichnungen wie Schafskopf, Bärenbart Kogel oder Schmalzgrubenkopf befindet. Bis jetzt konnten wir noch nicht klären, wie genau der obere Sattelkopf zu seinem Namen gekommen ist, aber der Begriff Sattel im Namen ist irgendwie auch selbsterklärend…

Nun gut, wir haben also keine Ahnung warum man manche Berge Sattelkopf nennt und andere wieder nicht. Das hat uns aber heute nicht davon abgehalten, diesen Berg zu besteigen und dabei noch seine beiden vorgelagerten Geschwister unterer und mittlerer Sattelkopf mitzunehmen.

Oben angekommen wurden wir von Nebel empfangen, so dass unsere Brotzeit ohne den hart erarbeiteten Ausblick stattfinden musste. Auf den ersten Blick war das ein wirklicher Nachteil dieser Wanderung, aber da mit Nebel und ohne Aussicht sich nicht so viele Möchtegernwanderer-ich-nehm-doch-lieber-die-Gondel auf den Berg verirrten, hatten wir auf den zweiten Blick viel gewonnen. Der Weg führte uns nämlich weiter auf dem Grad entlang und da die Wolken auf einmal aufrissen, bekamen wir doch noch unsere wohlverdiente Aussicht.

Nach dem Abendessen haben wir dann die Chance genutzt einmal in der Nacht Sommerrodelbahn zu fahren. Eine Bergbahn war bis 23 Uhr geöffnet, so dass wir mit mächtig Tempo und gewöhnungsbedürftigen Temperaturen den Tag ausklingen ließen.

Tag 4 in Fiss: Adventure Day

Heute war ein perfekter Tag. Kaum eine Wolke am Himmel, 15°C und wir sind den Fisser Flieger, Fisser Flizzer und Segway gefahren. Aber erst einmal eins nach dem anderen. Da ich inzwischen scheinbar genug genervt hatte,  beschlossen WIR einen ruhigen Tag einzulegen. Nach dem Frühstück haben wir uns deshalb hoch bis zur Mittelstation gondeln lassen, um uns dort in den Fisser Flieger einzuhängen. Der Fisser Flieger, was ist das werdet ihr euch fragen? Es ist eine ÜBERDIMENSIONALE Seilbahn, die durch den halben Kessel geht, in dem die Mittelstation steht. Hier eine kleine bildliche Untermalung.

Nach den ersten Schreckminuten bzw. nach der Hälfte der Fahrt wurde die Fahrt erträglich. Das fiese an dieser Attraktion ist nämlich, dass man die gesamte Strecke bis zum gegenüber-liegenden Pfosten der Seilbahn rückwärts gezogen wird und das nicht zu langsam (O-Ton Miri). Es war einfach nur genial (O-Ton Björn).

Nach dieser sozusagen schrecklich schönen Erfahrung konnten wir glücklicherweise auf die Sommerrodelbahn zurückgreifen, um noch rechtzeitig zu unserer Segway Tour zu kommen. Unsere Siegerfotos könnt ihr in der Gallery bewundern (siehe Bild mit Geschwindigkeitsanzeige von der Sommerroldelbahn: wir sind die beiden Hübschen unten auf dem Foto). Ich kann aber schon vorwegnehmen: Miri war zwar schnell, hatte aber gegen die knapp 30 Kilo mehr keine Chance. Die Bergbahn übrigens auch nicht.

Anschließend ging es mit Andreas, unserem Guide, zur Segway Tour. Ist schon ein sehr komisches Gefühl wenn man so einem Kasten mit zwei Rädern die Aufgabe zumutet, einen im Gleichgewicht zu halten. Aber der Segway macht es sehr gut und nach ein paar Runden auf dem Übungsparkour fühlte es sich schon so natürlich an , dass man (..ok.. ICH) nicht mehr laufen will.

Abgerundet wurde dieser Abend von einem perfekten Rinderrückenfilet auf Rahmkartoffeln und MiniKarotten an grüner Pfeffersauce. Zum Glück konnte ich die gerillten Scampi gegen Mozzarellasticks auf Pesto eintauschen.

Hier nun noch ein paar ausgewählte Bilder des Tages.

Tag 3 in Fiss: Die Bike-Tour

Tja, was soll ich sagen, auf dem Bike ist es einfach verdammt ungemütlich zu bloggen.

Tag 2 in Fiss: In den Wolken

Heute hatten wir vor, von der Mittelstation (1920m) hoch auf die Bergstation (2436m) zu laufen. Zum Glück haben wir noch eine andere Tour zur Bergstation gefunden, die nicht über den Fahrweg ging. Es war eine sehr schöne Wanderung, die über die letzten Schneefelder auf dem Grad entlang ging. Leider war es recht frisch dort oben. Geschätzte 0°C und starker Wind.

Später ging es hier noch in eine Art Sommer-Vergnügungspark. Dort gibt es den Fisser-Flieger. Eine spektakuläre Seilbahn in der man liegend den Berg herunter rast. Bin mal gespannt wann ich die fahre…

und hier Miris Einlage:

Per Sommerrodelbahn ging es dann dem Tal entgegen und als “versierte” Sommerrodler ist unser Fazit, dass diese Bahn den Bock abgeschossen hat. Als Kinderkram kann man diese Attraktion wirklich nicht bezeichnen, da selbst Björn zugegeben hat hier und da etwas gebremst zu haben.

Nach dieser “anstrengenden” Art und Weise den Berg abzusteigen entschlossen wir uns zu einer kleinen Wellnesseinlage in Form von einem Schwimmbadbesuch. Leider mussten wir feststellen, dass das Durchschnittsalter der anderen Besucher etwas zu wünschen übrig ließ (Alter der Besucher im Schnitt ca. 60).

So und nun ist Schlemmen ansgesagt. Gleich werden wir zum Abendessen gehen und wir sind auf unser Lamm schon sehr gespannt.

Tag 1 in Fiss: eine nebulöse Ankunft

Unser erster Tag in Fiss (Tirol)

Nach einer super Zeit von nur 5 Stunden Fahrzeit, inkl. Essenspausen, wurden wir hier etwas vom Wetter überrascht. 3-4°C und die Gipfel der Berger hier sind auch schneebedeckt. Naja zum Glück haben wir auch unsere Ski- bzw. für coolere Personen Snowboard Klamotten dabei.  Das Essen heute Abend war wirklich erstaunlich. 4 Gänge Menü vom Feinsten. Es war nur viel zu viel. Weshalb ich jetzt auch aufhöre, und  mich ins Bett packen.

Bis Morgen

Miri und Björn

Geschützt: München in einem Tag

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Geschützt: Tag 2 in München

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Geschützt: Der erste Tag in München

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