Sölden 2010 – Kälter geht immer…
Gestärkt vom Abendessen ist es nun an der Zeit eine kleine Ruhepause einzulegen, die ideale Gelegenheit euch ein kurzes Resümee des heutigen Tages zu bloggen.
Falls ihr unsere Überschriften fleißig mitlest, könnt ihr euch denken, was jetzt kommt. In diesem Sinne muss ich auch mein gestriges Kommentar über frostfröhliche Temperaturen revidieren. Der heutige Tag sollte den gestrigen noch um einige Grade in den Schatten stellen. Mit beschaulichen -18,4 Grad Celsius machten wir uns heute auf, die Gipfel des Ötztals zu stürmen.
Unsere tiefgefrorenen Nasen hatten uns schon frühzeitig gewarnt, aber in unserem jugendlichen Heißsporn gab es mal wieder kein Halten und so galt unser erstes Ziel an diesem Tag die Gletscherbefahrung.
Der Weg dorthin ist etwas mühselig, da man einige Male umsteigen muss ohne dabei eine Abfahrt mitnehmen zu können, so dass unser Eifer relativ schnell einen Dämpfer erhielt. Dazu kam, dass bereits am Rettenbachjoch (3014 m) ein eisiger Wind herrschte (liegt zwischen den beiden Gletschern), was dazu führte, dass wir beschlossen hier auszusteigen und wieder Richtung Tal zu schwingen.
Eine weise Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Auf der Rückfahrt ging es Björn zunehmend schlechter, so dass wir am Giggijoch angekommen, zum ersten Mal die Gondel ins Tal nahmen und auf die Abfahrt verzichteten. Nach einer heißen Dusche, einer Haube Schlaf und einer deftigen Portion Reis mit Putenfleisch und Gemüse geht es ihm inzwischen wieder besser, wahrscheinlich haben wir es am gestrigen Tag etwas übertrieben, so dass sich nun sein noch etwas angeschlagener Körper zu Wort meldete und eine Ruhepause einforderte.
Dementsprechend werden wir sehen, wie es morgen weitergeht, auf jeden Fall entspannt. Gehabt euch wohl,
bis zum nächsten Eintrag.
P.S. falls ihr euch über das Foto mit der durchaus eigenwilligen Brückenkonstruktion wundert, wir wollten euch einfach nicht vorenthalten, welche Abenteuer und Gefahren wir auf uns nehmen, um zur Seilbahn zu gelangen.
